der kaefig.





eigentlich sollte ich denken "mir gehts gut, ich habe alles, ich bin komplett zufrieden." , aber das bin ich nicht.
zur zeit wieder rein gar nicht.
eine zeit lang, da war noch alles "normal", alles lief gut. alles war so einfach. mein leben zog an mir vorbei und
ich war eigentlich recht glücklich mit dem was ich hatte. 2007 war ein gutes jahr und gleichzeitig so dermaßen beschissen.
ich musste erinnerungen loslassen, ich musste mich selbst anpassen. doch anscheinend tat mir das gut, anscheinend kann man
ja in der heutigen gesellschaft nur so funktionieren. in dieser zeitspanne, war ich selbstbewusst. ja, wirklich. ich hatte mich irgendwo
selbst akzeptiert, wenn nicht sogar ein bisschen "hervorgehoben", möchte ich jetzt mal sagen. ich hatte kaum probleme damit, mich stumpf mit anderen menschen, die ich eigentlich sonst so nicht mochte, zu unterhalten und mich ihnen anzupassen. ich war in irgendeiner weise von mir selbst überzeugt, ich hoffe nicht übertrieben, sondern nur so viel wie es sein muss.

doch heute, heute, in diesem sommer des jahres, den ich mir eigentlich vorher als "den" sommer meines lebens ausgemalt hatte, hatte sich wieder alles zum alten gefügt. ich werde langsam immer schwächer, was meine selbstakzeptanz und meine zufriedenheit mit mir selbst angeht. ich bin wieder der gleiche mensch wie vor kaum zwei jahren. schwach, ängstlich, kraftlos und nicht anpassbar. ich bin wieder der mensch geworden, den ich früher so hasste, die person, die sich versteckt, anstatt rauszugehen. die person, die sich alles die schuld gibt. die person, die nicht mit ihrem leben zufrieden ist, sondern kurz vorm einschlafen sich immer vorstellt wie sie das leben gerne hätte und dabei genau weiß, dass es eigentlich nur fiktive vorstellungen sind, die niemals erfüllt werden können. die morgens dann wieder von der realität geweckt wird und merkt, dass es nie so sein wird.

ich fühle mich gefangen in diesem käfig von träumen.
und es kommt mir so vor, als könnte ich ihnen nicht entrinnen.
dabei möchte ich es, wirklich.
ich möchte einfach wieder nur fühlen, wie gut die realität manchmal sein kann.
aber irgendwie... irgendwie ist sie das zur zeit das nicht zu erreichen.
alles ist schiefgelaufen, was hätte schieflaufen können.
ich habe sogar menschen verloren, von denen ich eigentlich dachte, sie würden bei mir bleiben.

ich versuche wirklich mich einigen menschen anzupassen und es ihnen rechtzumachen.
aber ist das die lösung?
im endeffekt, fällt mir in solchen situationen wieder ein, wer ich wirklich bin und was ich eigentlich nicht sein will.
ich möchte nicht eins dieser mädchen werden, die sich von was-weiß-ich-wem anmachen lassen und sich darauf einlassen (ihr wisst hoffentlich, was ich meine), ich will nicht eine dieser personen sein, die sich einen dreck um die heutige situation in unserer "ach-so-tollen" welt scherrt.
ich will keine person sein, die sich verstellt.

ich will ich selbst sein und das auch so ausleben können.
aber anscheinend wird das nie passieren.
und ich werde für immer in diesem käfig voller unerfüllten vorstellungen hängen bleiben.

ich weiß nicht mehr, ob ich wirklich noch stark genug bin, um mir endlich das zu nehmen was ich brauche.
tief in meinem innern fehlt ein großer teil.
und ich weiß noch nicht mal wie genau ich dieses fehlende stück benennen soll.

ich habe viele leute, die ich überalles liebe und die mir in den letzten jahre soviel kraft und mut gegeben haben.
und ich will nur hoffen, dass es auch dieses mal reicht um endlich aus dem käfig zu fliehen.

ich kann nicht mehr, bitte lasst mich frei.
6.8.08 01:46


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